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Bevor Arbeit krank macht

Der Druck auf Arbeitnehmende steigt. Zum einen sorgen sich viele wegen der aktuellen Krisen, zum anderen führt die Arbeitsverdichtung in Zeiten der Digitalisierung zu zusätzlichem Stress. Vielen setzt das hohe Tempo in der heutigen Arbeitswelt zu. Bedenklich wird es dann, wenn aus einzelnen stressigen Phasen eine permanente Überlastung am Arbeitsplatz wird. Studien zeigen, welche Folgen dies für die psychische Gesundheit haben kann.

Hälfte der Arbeitnehmenden fürchtet Burn-out

Bei Burn-out etwa handelt es sich keineswegs um eine typische Managerkrankheit. Sie kann jeden unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht betreffen. Ob durch die Sorge um den Arbeitsplatz oder erhebliche Mehrarbeit, immer mehr Menschen sind chronisch überlastet und sehen sich ihren täglichen Aufgaben nicht mehr gewachsen. Etwa einem Viertel der Arbeitnehmenden geht es derzeit schlechter als noch vor zwölf Monaten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Global Workforce of the Future 2022“ der Adecco Group. Demnach fürchtet weltweit die Hälfte aller Arbeitnehmenden, in Zukunft ein Burn-out zu erleiden.

Fünf Tipps für mehr Wohlbefinden im Job

Zusätzlich zu besseren Rahmenbedingungen im Unternehmen können Arbeitnehmende auch selbst mit ihrem Verhalten dazu beitragen, sich vor einer Überlastung zu schützen. Hier sind fünf Faktoren:

1. „Ein Schlüsselaspekt für psychisches Wohlbefinden und beruflichen Erfolg ist das Setzen von Prioritäten“, sagt Vera Vogel, Personalchefin bei Adecco Deutschland. Wer sich täglich ein paar Minuten Zeit nimmt, Aufgaben zu ordnen und nacheinander abzuarbeiten, kommt besser durch den Arbeitstag.

2. Beschäftige sollten Qualität nicht mit Quantität verwechseln. Wer zu viel Arbeit zugeteilt bekommt, sollte sich rechtzeitig melden und auch mal „Nein“ sagen.

3. Am besten lässt sich drohenden Überlastungssituationen durch frühzeitige Gespräche im Team und mit Vorgesetzten vorbeugen. „In einer Vertrauenskultur im Unternehmen entsteht eine offene und gesunde Arbeitsatmosphäre“, so Vera Vogel weiter.

4. Laut der Studie beanspruchen nur 33 Prozent der Arbeitnehmenden alle ihnen zustehende Urlaubstage und lediglich 17 Prozent einen Krankheitstag, wenn sie sich geistig und emotional unwohl fühlen. Für ein besseres Wohlbefinden am Arbeitsplatz empfiehlt es sich jedoch, die Möglichkeiten für Urlaub und Pausen aktiv zu nutzen.

5. Das Leben besteht nicht nur aus dem Job. Wer sich einen Ausgleich zur hektischen Arbeitswelt schafft und persönlichen Hobbys und Projekten außerhalb der Arbeitszeit nachgeht, ist langfristig motivierter und leistungsfähiger. +++ djd

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